Im Rahmen meiner Kandidatur bei der Magstadter Bürgermeisterwahl im Dezember 2017 habe ich zu folgenden Fragen Stellung genommen:

 

 

1. Wenn Sie Bürgermeisterin werden, bleiben dann Hölzertalstraße und Ihinger Straße offen?

    

 

Hölzertalstraße:

 

Der Rückbau der Hölzertalstraße wurde vom Magstadter Gemeinderat in der Gemeinderatssitzung vom 13.05.2014 beschlossen.

 

Dabei steht die Maßnahme „Rückbau der Hölzertalstraße“ dem Bund, vertreten durch das Regierungspräsidium Stuttgart, als Ausgleichsmaßnahme für den Bau des Verflechtungsstreifens der A8/A81 zur Verfügung (wird zur Zeit gebaut um den Durchfluss im Bereich AD Leonberg zu verbessern)

 

Zum damaligen Zeitpunkt bestand von Magstadter Seite die Befürchtung den Bau der Osttangent nicht realisieren zu können, da für diese Baumaßnahme die zwingende rechtliche Voraussetzung der Befreiung von der Landschaftsschutzgebiets-verordnung erreicht werden musste und für diese der Rückbau der Hölzertalstraße von Seiten des Naturschutzes gefordert wurde.

 

In der Hoffnung die Osttangente realisieren zu können bevor das Landesgemeindefinanzierungsgesetz 2019 ausläuft und keine Zuschüsse mehr zur Verfügung stellt, hat man den Bau der Osttangente mit dem Bau des Verflechtungsstreifens verkoppelt und somit erreicht, dass der Bau der Osttangente von Seiten des Naturschutz nicht mehr in Frage gestellt wurde.

 

Festgelegt wurde außerdem, dass die Hölzertalstraße erst zurückgebaut werden darf sobald der Bau der Osttangente abgeschlossen ist und diese für den Verkehr freigegeben ist.

 

Sollte sich die Möglichkeit ergeben dass das Regierungspräsidium die Ausgleichsmaßnahme aufgrund von Verzögerungen nicht als solche nutzen kann, würde ich die Bevölkerung in Form eines weiteren Bürgerentscheids abstimmen lassen und diesen auch umsetzen.

 

Der Bau der Osttangente ist für mich aber gesetzt. Wir brauchen diese Weiterführung der Ortsumgehung um die Fichtenstraße vom Ausweichverkehr zu entlasten, den Verkehr um den Ort herumzuführen und den Bereich der Schule zu beruhigen. Außerdem sind mit dem Bau der Osttangente noch Vorteile im Bereich Hochwasserschutz und zusätzlicher bebaubarer Fläche verbunden, die uns meiner Meinung nach nicht verloren gehen sollten.

 

Ihinger Straße:

Der Rückbau und die Schließung der Ihinger Straße ist die Ausgleichsmaßnahme für den Ausbau der K1064  Maichingen - Döffingen und somit ebenfalls mit der Planfeststellung der K1064 verbunden. Rechtlich gesehen ist diese Ausgleichsmaßnahme umzusetzen, da der Straßenbau bereits ausgeführt wurde. Da unsere Renninger Nachbarn dies jedoch nicht akzeptieren wollen, bleibt die Straße bis zur Fertigstellung eines funktionierenden Lückenschlusses B295/B464 bis 2026 offen. Die Forderung vom Gemeinderat bereits heute eine Schließung herbeizuführen, noch vor Fertigstellung des Lückenschluss B295/B464,  habe ich bewusst nicht unterschrieben, da ich der Meinung bin, dass dies unserer tagtäglichen Verkehrssituation in den angesprochenen Bereichen nicht weiterhilft.

 

 

2. Wann und wo gibt es in Magstadt ein neues Gewerbegebiet?

 

Als reines Gewerbegebiet gibt es in Magstadt nur noch eine Fläche im Bereich Gewerbegebiet Ost Teil IV.

Möglichkeiten zusätzlich Gewerbeflächen zu entwickeln sehe ich zurzeit im Bereich des Gewerbegebietes Felsenstraße, in südöstlicher Richtung.

 

Auf Empfehlung der Verwaltung wurde die ursprünglich geplante Gewerbefläche südlich der Bahnlinie, im Bereich zwischen Bahnlinie und Südtangente zurückgenommen, so dass diese nicht mehr zur Verfügung steht. Diese Fläche wäre für mich eine Option eine Erweiterungsflächen für Gewerbe zu schaffen. Aufgrund eines regionalen Grünzuges, eine Festlegungen der übergeordneten Regionalplanung, ist dies bisher nicht möglich. Als Bürgermeisterin würde ich mich aber dafür einsetzen den Verlauf des Grünzuges hier anzupassen um eine Bebauung zu ermöglichen. Aus meiner Sicht ist hier aufgrund des Baus der Südtangente keine Vorrangigkeit für den Freiraumschutz mit dem Ziel der Erhaltung und Verbesserung des Freiraumes und der Sicherung des großräumigen Freiraumzusammenhangs mehr gegeben. Diese Vorgehensweise ist jedoch erst zu prüfen und zu entwickeln.

 

3. Wie sehen Sie die Verkehrslage in Magstadt, insbesondere in den Hauptstraßen Maichinger Straße (Brauereiplatz Bereich) und Weilemer Straße (Bereich Beisser Metall)?

 

Hier fährt der Hauptverkehr von Magstadt, wie auch die Buslinie und LKW´s. Aber an den oben genannten Stellen parken teilweiße so viele Autos, dass es für größere Fahrzeuge sehr problematisch ist vorbei zu fahren. Es gab schon ein paar sehr gefährliche Situationen, als ich aus der Brauereistraße links in die Maichinger Straße fahren wollte. Da hier auf der Seite zum Brauereiplatz in bis zur Einmündung Fahrzeuge parken, und so die Sicht stark eingeschränkt ist, somit sieht man erst spät wenn ein Fahrzeug einem auf der anderen Straßenseite entgegenkommt. Fahre ich jetzt die Alte- oder Neue Stuttgarter Straße parken hier fast nie Fahrzeuge an der Straße, so das ein reibungsloser Verkehrsfluss gewährleistet ist.

Auch ich denke, dass das Parkierungskonzept in unserem Ortskern noch nicht genügend durchdacht ist. In der Gemeinderats-sitzung am 30.05.2017 wurde die Umsetzung des Magstadter Verkehrs- und Parkierungskonzeptes im Bereich der Ortsmitte zuletzt behandelt.

 

Ich habe in der Gemeinderatssitzung einige Einwände vorgebracht, fand jedoch innerhalb des Gemeinderates keine Unterstützung. Meine Einwände bezogen sich auf die Bereiche Weilemer Straße und Neue Stuttgarter Straße. Da ich hier der Meinung bin, dass derartige lange Parkketten bei dem vorherrschenden Verkehr und wie Sie bereits erwähnt haben, dem Begegnungsverkehr mit dem Linienbus zu Konfliktsituationen führen können. Anwohner hatten den Gemeinderat darauf hingewiesen, dass auch sie hier Konflikte mit Fahrzeugen erwarten, die aus den Hauseinfahrten auf die Straße einbiegen wollen. Abgesehen davon, dass es unser Ortsbild nicht gerade verschönert, sind derartig viele Parkplätze hintereinander für den Verkehrsfluss meiner Meinung nach unsinnig und für den Fuß und Radverkehr schlecht einsehbar.

 

Mir wurde in der angesprochenen Sitzung zugesichert, dass die Parkmarkierungen auch wieder entfernt werden könnten, falls die Erfahrung zeigen sollte, dass es zu Konflikten kommen könnte.

 

Aber nun zurück zu dem von Ihnen angesprochenen Bereich in der Maichinger Straße. Auch ich würde in dem von Ihnen angesprochenen Bereich gerne weniger Parkraum ausweisen, da auch ich diesen Bereich, vor allem von der Bahnhofstraße/Bahnhof kommend rechts abbiegend in die Maichinger Straße, im Bereich der Kurve als schlecht einsehbar einschätze. Auch die von Ihnen beschriebenen Parkplätze im Bereich Brauereistraße/Maichinger Straße sehe ich inzwischen kritisch.

 

Wie oben bereits erwähnt hat sich die Gemeindeverwaltung dazu bereiterklärt im Konfliktfall Parkmarkierungen zurückzunehmen. Daher möchte ich Sie bitten Ihre Bedenken an den amtierenden Bürgermeister weiterzugeben. Ist Ihnen dies nicht möglich, kann ich Ihre Anregungen auch gerne mit in die nächste Gemeinderatssitzung am kommenden Dienstag nehmen. In diesem Fall bitte ich Sie um eine kurze Rückmeldung.

 

Aufgrund des hohen Bedarfs an Parkraum ist es sinnvoll zusätzliche Parkplätze auszuweisen, diese sollten aber so angelegt werden, dass keine Gefahrensituationen hervorgerufen werden und andere Verkehrsteilnehmer nicht in ihrer Nutzung/Sicht behindert werden.

ANDREA GARSCHKE

unabhängig - bürgernah - im Herzen grün